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Mittwoch, 10. Januar 2018

Moschee Neubau Infoabend in der alten Moschee DO 18.01.2018 19 Uhr

Der Bürgerverein Oststadt und Oststadt-Nachbarschaft veranstaltet eine
Bürgerinformation zum Neubau der Moschee
am 18. Januar 2018 um 19 Uhr in der alten Moschee Käppelestraße 3

Die türkisch-islamische Gemeinde DITIB stellt ihr Projekt vor und beantwortet Fragen der Bürger.

Die Veranstaltung wurde von 250 - 300 interessierten Bürgern besucht.
Hier der Beitrag des SWR.

Meine eigene (Cornelius Berkmann) Meinung zu den Diskussionen um den Moschee-Neubau:
Da wir einen in arabischer Schrift geschriebenen Kommentar zu dieser Einladung erhalten hatten, unternahm ich Recherchen, was die Verse bedeuten. Die Verse haben einen Link ausgelöst, der eine Seite verwies, in dem zu dieser Zeile weitere redaktionelle Informationen standen. Eingebettet war das ganze in eine Unmenge von Werbeseiten für Reinigung, Teppiche, Öl, Häuser, Moscheen, ... und weiteren Werbeverweisen. Aber alles ausnahmslos in arabischen Schriftzeichen. Und damit für mich unlesbar.
Die Verse hatten offensichtlich nicht direkt mit der dahinter verlinkten Werbung zu tun, sie waren die "Falle", um den Link zu öffnen. Ich habe also weiter recherchiert.
Wie gesagt, die Zeilen waren als Verse angeordnet, die immer mit den zwei gleichen Worten endeten. Mit diesem Wortbild der zwei Worte suchte ich dann gezielt und bin damit auch auf einer Seite gelandet, in der es für Moslems um Religionsunterweisung ging.
Die Erkenntnisse, Informationen, die ich dort fand, waren die Zeit dann doch wert. Dabei wird sehr stark sichtbar, was im Islam alles nicht verhandelbar ist. Genauso wie die Grundlagen unserer Kultur ja auch nicht verhandelbar sind. Wenn man in Diskussionen, wie auch in den Leserbriefen, die jetzt in den BNN natürlich erscheinen, immer wieder diese unverhandelbaren Positionen vorbringt, erreicht man keine wirkliche Diskussion, da der Gegner in eine Verteidigungsposition gedrängt wird. Das ist natürlich in der Fragestellung kalkuliert, aber wenig zielführend. Das hat man ja auch in der Diskussion am Donnerstag gesehen. Entscheidend ist das Zusammenleben mit den türkischen Mitbürgern. Und das funktioniert weitgehend. Eigenheiten des Islam, die nicht mit unseren Gesetzen kollidieren, betreffen ja nur die Bürger der Moscheegemeinden. Sie haben auf uns keinen Einfluss, wenn wir selbstbewusst uns ebenso unserer Kultur bewusst sind. Das ist die Grundlage eines Umgangs auf Augenhöhe miteinander. Wo man ganz cool akzeptieren kann, das andere auch anders sind. Und dann braucht man auch vor nichts Angst zu haben.

Leserbrief an Bürgerverein und BNN:

Seit sehr vielen Jahren gibt es in der Oststadt im Gewerbegebiet zwischen Einkaufsmärkten und Fitnessinstituten eine Moschee. Seit vielen Jahren ist auch das türkische Konsulat in der Oststadt. Wenn jetzt die Moschee in der ehemaligen Fabrikhalle durch eine Moschee ersetzt wird, die dem Stand der Technik entspricht und dann auch aussieht wie eine Moschee, ändert sich de facto überhaupt nichts an den bestehenden Verhältnissen. Die Informationsveranstaltung des Bürgervereins Oststadt und der Oststadt Nachbarschaft in den Räumen der bisherigen Moschee der Gemeinde als Informationsgeber war deshalb auch keine Veranstaltung zur politischen Lage und Einflussnahme der Türkei über die Ditib als Trägerverein bei uns. Es war auch keine Veranstaltung über den Islam und den Abweichungen zu unserem Werteverständnis. Denn es ging nicht um die große Politik sondern um nicht mehr und nicht weniger um die Oststadt in Deutschland hier in unserer Nachbarschaft.
Sehr viel im Islam ist bekanntermaßen nicht verhandelbar, da es grundsätzlich zum System gehört. Genauso wie ja auch die Grundlagen unserer Kultur, unseren Wertekanons nicht verhandelbar sind. Wenn man jetzt in Diskussionen dann nur noch diese kritische Positionen vorbringt, wo man genau weiss, dass die andere Seite genauso antwortet, wie man es erwartet, weil sie es gar nicht anders kann, dann ist das wenig zielführend, weil man gar nicht an einer Antwort interessiert ist, sondern nur eine Bestätigung von etwas will, was man sowieso weiß. Man erreicht keine wirkliche Diskussion, wenn man den Gegner in eine Verteidigungsposition drängt. Entscheidend ist das Zusammenleben mit den türkischen Mitbürgern. Und das funktioniert hier in der Oststadt eigentlich gut und unauffällig. Solange nicht gegen unsere Gesetze verstoßen wird, ist es ok. Eigenheiten des Islam, auch wenn sie unserem Verständnis widersprechen, betreffen ja nur die Bürger der Moscheegemeinden. Sie haben auf unser Leben, unsere Kultur keinen Einfluss, wenn wir selbstbewusst uns ebenso unserer Kultur bewusst sind und unsere Werte leben. Das ist die Grundlage eines Umgangs auf Augenhöhe miteinander. Wo man ganz cool akzeptieren kann, dass andere auch anders sind. Und dann braucht man auch vor nichts Angst zu haben.
Und wie gesagt, durch den Neubau einer bereits vorhandenen Moschee ändert sich überhaupt nichts an den Fakten in der Oststadt. Warum also all die Aufregung?


Post:
Moschee Neubau Infoabend in der alten Moschee DO 18.01.2018 19 Uhr

1 Kommentar:

  1. Der Originalkommentar in arabischer Schrift wurde überprüft.
    Da der Originalkommentar Werbung enthält, die mit diesem Beitrag nichts zu tun hat, wird der Kommentar gelöscht.

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